17.12.2020: Marc Rölli

Ort und Zeit:

17.12.20, 10:00-13:00
Onlineveranstaltung
Institut für Philosophie der Universität Wien
Universitätsstraße 7, 1010 Wien
Sprache: Deutsch

Aufzeichnung der Veranstaltung: phaidra.univie.ac.at/view/o:1191279

Programm:

10:00-11:00: Keynote Marc Rölli: Der "Poststrukturalismus" im Licht der post- und dekolonialen Debatten
11:00-11:30: Ko-Referate Eckardt Lindner und Murat Ates
11:45-13:00: Diskussion

Vortragende:

Marc Rölli (Keynote): Professor für Philosophie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB) in Leipzig, z. Zt. Prorektor für Hochschulentwicklung und Forschung. Bis 2015 Leiter des Forschungsschwerpunkts „Theorie und Methoden“ an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) und Full Professor für Philosophie und Kulturwissenschaften an der Fatih University in Istanbul.
Publikationen (Auswahl): Macht der Wiederholung, Wien 2019; Immanent denken, Wien 2018; Vierzig Jahre ›Überwachen und Strafen‹, Bielefeld 2017 (als Hg. mit R. Nigro); Gilles Deleuze’s Transcendental Empiricism, Edinburgh 2016; Fines Hominis?, Bielefeld 2015 (als Hg.).

Eckardt Lindner ist Philosoph und lebt in Leipzig. Er unterrichtete an der Universität Wien und ist zur Zeit Adjunct Lecturer an der Webster University Vienna. Seine Arbeiten befassen sich vor allem mit dem zeitgenössischen Vitalismus im Anschluss an Gilles Deleuze, dem Spekulativen Realismus, sowie dem Werk von Theodor W. Adorno.
Publikationen (Auswahl): Absolute Xenogenesis. Speculations on an Unnatural History of Life. In: Rosen, Matt (Hg.): Diseases of the Head. Philosophy and Speculative Horror, Goleta 2020; Auf einer künstlichen Erde. In: Grant, Iain Hamilton: Die Natur der Natur, Berlin 2018; Das Versprechen der Kunst. Aktuelle Zugänge zu Adornos ästhetischer Theorie, Wien 2014 (als Hg. mit Marcus Quent).

Murat Ates promovierte in Philosophie und Kulturwissenschaften. Er war wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Philosophie der Technischen Universität Braunschweig, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität des Saarlandes und Lehrbeauftragter an der Humboldt-Universität zu Berlin. Aktuell arbeitet und lehrt er am Institut für Philosophie der Universität Wien und ist Redakteur der Zeitschrift Polylog.
Publikationen (Auswahl): Phänomenologie des Traums, Hamburg 2020; Orte des Denkens - Places of Thinking, Freiburg 2016 (als Hg.); Überwundene Metaphysik? Beiträge zur Konstellation von Phänomenologie und Metaphysikkritik, Freiburg 2016 (als Hg.); Philosophie des Herrschenden – eine einführende Schlussbemerkung, Wien 2015; Nietzsches Zarathustra Auslegen, Marburg 2014 (als Hg.).

Moderation:
Eva-Maria Aigner, Arno Böhler, Jonas Oßwald

COVID-19 Information:

Den Link zur Online-Veranstaltung erhalten Sie über die Anmeldung per Mail.

21.01.21: Marta Segarra

Ort und Zeit:

21.01.21, 10:00 -13:00
Onlineveranstaltung
Sprache: Englisch

Anmeldung und Online-Link (bis 18.01.21, 12:00): eva-maria.aigner@univie.ac.at

Programm:

10:00-11:00: Keynote Marta Segarra: Poststructuralism and the (Post)Humanities: Jacques Derrida's Legacy
11:00-11:30: Ko-Referate Elisabeth Schäfer, Esther Hutfless und Lilian Kroth
11:45-13:00: Diskussion

Vortragende:

Marta Segarra (Keynote): Marta Segarra ist Professorin am Centre National de la Recherche Scientifique (CNRS) und Mitglied des Laboratoire d’études de genre et de sexualité‒Research Center on Gender and Sexuality Studies (LEGS) in Paris. Sie ist außerdem Professorin für Gender Studies und French Studies an der Universität Barcelona (Spanien). Ihre aktuelle Forschungsarbeit fokussiert sich auf Biopolitik und Posthumanities. 2019 kuratierte sie die Ausstellung "Coreografies del gènere" (Centre de Cultura Contemporània de Barcelona-CCCB, 2019).
Publikationen (Auswahl): Fils. Cartes sobre el confinament, la vigilància i l’anormalitat, Barcelona 2020 (mit Ingrid Guardiola); The World We Need, Barcelona 2019 (mit Donna Haraway); Hélène Cixous, corollaires d’une écriture, Paris 2019 (als Hg.); Teoría de los cuerpos agujereados, Santa Cruz de Tenerife 2014; Differences in Common: Gender, Vulnerabilty and Community, Amsterdam-New York 2014 (als Hg. mit J. Sabadell-Nieto).

Esther Hutfless ist eine Wiener Philosoph*in und Psychoanalytiker*in. Sie* ist Lehrbeauftragte an der Universität Wien, Mitglied des Wiener Arbeitskreises für Psychoanalyse und der Internationalen Psychoanalytischen Vereinigung. Sie* hat gemeinsam mit Elisabeth Schäfer und Gertrude Postl die deutsche Erstübersetzung von Hélène Cixous’ "Das Lachen der Medusa" und mit Barbara Zach den ersten deutschen Sammelband zu "Queering Psychoanalysis" herausgegeben. Esther Hutfless hat für das 2020 neu eröffnete Wiener Sigmund Freud Museum die Ausstellung "Die unendliche Analyse. Psychoanalytische Schulen nach Freud" kuratiert. Sie*forscht und publiziert zu den Bereichen Poststrukturalismus, Dekonstruktion, Feministische Philosophie, Écriture féminine, Psychoanalyse und Queer Theory. Esther Hutfless beschäftigt sich intensiv mit Körpern, Geschlecht, Begehren, der Dekonstruktion von binären hierarchisierenden Kategorien, dem Verhältnis von Queer Theory, Psychoanalyse und Philosophie sowie queerenden Praktiken und neuen Ästhetiken des Schreibens.
Publikationen (Auswahl): Psychoanalysis to come – A “Freuderridian” Approach to a Non-Normative Psychoanalysis. In: The Undecidable Unconscious, 6/2019, Nebraska 2019; The Case of Dora – A Queer Perspective on Hysteria and Perversion. In: Finzi, Daniela; Westerink, Herman (Hg.): Dora, Hysteria and Gender. Reconsidering Freud’s Case Study, Leuven 2018; Queering Psychoanalysis. Psychoanalyse und Queer Theory – Transdisziplinäre Verschränkungen, Wien 2017 (als Hg. mit Barbara Zach); Hélène Cixous. Gespräch mit dem Esel. Blind Schreiben, Wien 2017 (als Hg. mit Elisabeth Schäfer).

Lilian Valerie Kroth arbeitet aktuell an ihrem PhD-Projekt zu Michel Serres am French Department, University of Cambridge. Davor studierte sie Philosophie (BA, MA) und Malerei (Universität der bildenden Künste Wien) und arbeitete als Assistentin und Tutorin am Institut für Philosophie der Universität Wien. Ihre Forschungsschwerpunkte umfassen Philosophie des Raumes, Umweltphilosophie, Ästhetik und Wissenschaftsphilosophie, insbesondere in der französischen Gegenwartsphilosophie.
Publikationen (Auswahl): Den gegenwärtigen Moment nicht verpassen – Interview with Jean-Luc Nancy. In: Engell/ Siegert (Hg.): Zeitschrift für Medien-und Kulturforschung. SCHWERPUNKT Inkarnieren, 8/1 2017, Hamburg 2017; Critique emerging from Marshes and Mushrooms. Parasitism and Desterilisation in Serres and Tsing. In: Kaiak. A Philosophical Journey, 7/2020, Pompei 2020; The Topology of Difference: Deleuze’s Nietzsche in his Politics of Folded Spaces and Subjects (im Erscheinen).

Elisabeth Schäfer ist Philosoph*in am Institut für Philosophie der Universität Wien, wo sie seit 2010 unterrichtet. Zu ihren Forschungs- u. Lehrbereichen gehören: Dekonstruktion, Queer-Feministische Philosophie, Écriture feminine, Schreiben als künstlerische Forschung, Performance Philosophy.  Sie realisiert kontinuierlich Vorträge, Lecture Performances, Interventionen an der Schnittstelle von Philosophie und Kunst. Derzeit ist sie Post-Doc-Mitarbeiter*in im Forschungsprojekt „Performing Primal Communism“ [AR 568] an der Akademie der Bildenden Künste, das sich einer kritischen Aufarbeitung der Geschichte und Rezeption der AAO (Aktionsanalytischen Organisation) von Otto Mühl, auch „Mühl“-Kommune genannt, widmet und eine ethisch-ästhetische Sensibilisierung im Umgang mit der Geschichte sowie der „Kunst“-Produktion dieser Kommune einfordert. Gemeinsam mit Tanja Traxler hat Elisabeth Schäfer 2020 die Forschungsanbahnungsförderung der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien MUK für das Forschungsprojekt „Critical Contact Zones. Exploring the Entanglement of Art, Science, Philosophy, and Society in Climate Change“ erhalten. Sie ist Mitherausgheber*in der ersten deutschen Übersetzung von Hélène Cixous’ berühmten Essay "Le Rire de la Méduse" (Passagen 2013).
Publikationen (Auswahl): Writing as Artistic Research. In: Ruth Mateus-Berr, Richard Jochum (Hg.): Teaching Artistic Research. Conversations Across Cultures, Berlin 2020; Open Text – Open Performance: Hélène Cixous and Ariane Mnouchkine. In: Laura Cull Ó Maoilearca, Alice Lagaay (Hg.): The Routledge Companion to Performance Philosophy, New York 2020 ( zusammen mit Esther Hutfless und Gertrude Postl). Weitere Pubikationen siehe https://elisabethschaefer.com

Moderation: Eva-Maria Aigner, Arno Böhler, Jonas Oßwald

COVID-19 Information:

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25.03.21: Katja Diefenbach (Frankfurt/Oder)

Ort und Zeit:

25.03.21, 10:00-13:00
online
Institut für Philosophie der Universität Wien
Universitätsstraße 7, 1010 Wien

Aufzeichnung der Veranstaltung: phaidra.univie.ac.at/view/o:1191341

Programm:

10:00-11:00: Keynote Katja Diefenbach: Spinoza in der Theoriegeschichte des Poststrukturalismus
11:00-11:30: Ko-Referate Johanna Braun und Christoph Hubatschke
11:45-13:00: Diskussion

Vortragende:

Katja Diefenbach (Keynote) ist Professorin für Kulturphilosophie/ Philosophie der Kulturen an der Europa Universität Viadrina in Frankfurt (Oder). Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich französischer Philosophie und Epistemologie des 20. und 21. Jahrhunderts, unter besonderer Berücksichtigung des Verhältnisses von Marxismus und Poststrukturalismus, in der Spinozaforschung sowie der Rezeption der französischen Philosophie in Postcolonial, Gender und Cultural Studies.
Publikationen (Auswahl): Antonio Negri, oder: der verfemte Teil der Klasse. In: Frank Engster, Patrick Eiden-Offe und Falko Schmieder (Hg.): Klassenpolitik. Erneuerung – Erweiterung – Engrenzung, Reihe Philosophische Gespräche, Berlin 2020; Spekulativer Materialismus. Spinoza in der postmarxistischen Philosophie, Wien 2018; Encountering Althusser. Politics and Materialism in Contemporary Radical Thought, London und New York 2013 (als Hg. mit Sara R. Farris, Gal Kirn und Peter D. Thomas); Über das Un/Sinnliche. Ereignis- und Zeitbegriffe in Deleuzes und Badious Ontologien unendlicher Mannigfaltigkeit. In: Burkhard Liebsch (Hg.): Sensibilität der Gegenwart. Wahrnehmung, Ethik und politische Sensibilisierung im Kontext westlicher Gewaltgeschichte, Sonderheft 17 der Zeitschrift für Ästhetik und Allgemeine Kunstwissenschaft, Hamburg 2018; Besitzindividualismus und transatlantische Sklaverei im Spiegel der Philosophie des 17. Jahrhunderts. In: Hans D. Christ, Iris Dressler, Paul B. Preciado und Valentín Roma (Hg.): Die Bestie und ist der Souverän, Leipzig 2018; Is it Simple to be a Spinozist in Philosophy? Althusser and Deleuze. In: Radical Philosophy, Heft 199, London 2016.

Johanna Braun ist Künstlerin, Kuratorin und Projektleiterin des Post-Doc Forschungsprojektes "The Hysteric as Conceptual Operator" [J 4164-G24], finanziert durch den Österreichischen Wissenschaftsfonds [FWF] und situiert an der University of California, Los Angeles, Stanford University und der Universität Wien (2018-2020). Ihre Forschungsarbeit fokussiert auf (neue) Hysterieforschung, Disabilities und Performance Studies.
Publikationen (Auswahl): Perfoming Hysteria: Images and Imaginations, Leuven 2020 (als Hg.); There is a Method to this Madness: Hysteria and the Arts, London 2020 (als Hg., im Erscheinen); weitere Publikationen siehe www.johannabraun.com / www.performing-hysteria.com

Christoph Hubatschke ist Politikwissenschaftler und Philosoph in Wien. Er war Projektmitarbeiter am Institut für Philosophie der Universität Wien und DOC-Stipendiat der Österreichischen Akademie der Wissenschaften sowie visiting researcher an der Goldsmiths University, London. Er ist Mitbegründer der Forschungsgruppe H.A.U.S. (Humanoids in Architecture and Urban Spaces). Er forscht an der Schnittstelle zwischen kritischer politischer Theorie und Technikphilosophie mit den Schwerpunkten Deleuze/Guattari Studies, Protestforschung und AI/humanoide Robotik.
Publikationen (Auswahl): How to Dance with Robots. In: Assis/Giudici (Hg.): Machinic Assemblages of Desire. Deleuze and Artistic Research, Leuven 2020; ‘Visible Invisibility’ as Machinic Resistance. In: Gray/Eloff (Hg.): Deleuze and Anarchism, Series: Deleuze Connections, Edinburgh 2019; Technoecologies of Borders: Thinking With Borders as Multispecies Matters of Care. In: Australian Feminist Studies Vol 32/94, Sydney 2017 (mit Josef Barla, open access: https://www.tandfonline.com/doi/full/10.1080/08164649.2017.1466648)

Moderation: Eva-Maria Aigner, Arno Böhler, Jonas Oßwald

COVID-19 Information:

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Die Workshopreihe wird gefördert durch die Stadt Wien und die Universität Wien